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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="15348"><titleStmt><title>Dorothea von Schlegel an Auguste Böhmer</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/15348</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe. Bd. 25. Dritte Abteilung: Briefe von und an Friedrich und Dorothea Schlegel. Höhepunkt und Zerfall der romantischen Schule (1799 ‒ 1802). Mit Einleitung und Kommentar hg. v. Hermann Patsch. Paderborn 2009, S. 115.</title></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/15348"><correspAction type="sent"><persName key="7139" ref="https://d-nb.info/gnd/118607979">Dorothea von Schlegel</persName><placeName key="12" ref="https://d-nb.info/gnd/4028557-1">Jena</placeName><date when="1800-06-01">[Juni 1800]</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7383" ref="https://d-nb.info/gnd/122506979 ">Auguste Böhmer</persName><placeName key="236" ref="https://d-nb.info/gnd/2005630-8">Bamberg</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-06ai-0.tif"/></facsimile><text><body><div><p>Liebe liebenswürdige Auguste, ich will keinen Menschen in meinem Namen Dir danken lassen für Deine Aufmerksamkeit für mich; das will ich selber thun! – –<lb/>Meine beyden neuen Kleider geb ich drum (das will viel sagen), wenn ich Dich, liebe Auguste, könnte die <name key="3132" type="work">Nina</name> spielen sehen. Sag mir nur, wo willst Du die Blässe hernehmen und das Unglück? Du Blühende! Du wirst doch gewiß recht viel details von Deinem debut schreiben? – <persName key="23">Deiner Mutter</persName> dank ich recht herzlich für das liebe Heiligenbild. Ich habe es hier immer vor mir liegen; mich dünkt ich hätte mir selbst keine andre Heilige erwählt, sie paßt mir recht. Die Bilder und die katholischen Gesänge haben mich so gerührt, daß ich mir vorgenommen habe, wenn ich eine Christin werde, so muß es durchaus katholisch seyn. Ich bitte die Mutter mir sagen zu lassen, wie ich es anfangen muß, wenn ich z.B. in <placeName key="236">Bamberg</placeName> mich taufen lassen wollte! Lache nur nicht, es ist mein Ernst. – Ich freue mich, daß es mit der Gesundheit Deiner Mutter so gut geht, und wir alle hoffen, daß das Bad vollends alles wieder herstellen wird. Ich habe einen drollig pathetischen Brief von <persName key="9">Humbold[t]</persName> aus <placeName key="171">Paris</placeName> gehabt, er läßt sich Deiner Mutter recht sehr empfehlen. – – Was es übrigens hier Neues giebt, schreibt doch <persName key="766">Wilhelm</persName> gewiß. Grüße die Mutter und behalte mich etwas lieb.<lb/>Dorothea.<lb/><persName key="8">Friedrich</persName> läßt viele Grüße sagen.</p></div></body></text></TEI>
