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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="15751"><titleStmt><title>Johann Gottlieb Fichte an Margarete Regina Luise von Krockow</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/15751</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Fichte, Johann Gottlieb: Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Abteilung III, Bd. 1: Briefe 1775‒1793. Hg. v. Hans Jacob und Reinhard Lauth. Unter Mitwirkung v. Hans Gliwitzky und Manfred Zahn. Stuttgart 1968, S. 316‒317.</title></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz</institution><idno type="signatur">B 57</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/15751"><correspAction type="sent"><persName key="7180" ref="https://d-nb.info/gnd/118532847 ">Johann Gottlieb Fichte</persName><placeName key="23802">Krockow</placeName><date when="1792-06-29">1792-06-29</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="23806" ref="https://d-nb.info/gnd/101059612">Margarete Regina Luise von Krockow</persName><placeName key="23802">Krockow</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-06l0-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-06l0-1.tif"/></facsimile><text><body><div><p>Hochgebohrne,<lb/>Gnädige Frau Gräfinn,<lb/>Mehr um etwas zu beobachten, [das] ich nach ehemaliger Abrede für contractmäßig halte, als deswegen, weil ich von meiner Seite eine Veränderung wünschte; frage ich zu Ende des Juny, als <hi rend="slant:italic">4. Monat vor Ablauf des ersten Jahrs meines</hi> Aufenthalts bei Ihnen, an, ob es Ihr Wille ist, sich meiner Dienste ferner zu bedienen?<lb/>In diesem Falle erlauben Euer Hochgebohrn Gnaden, Ihnen in der versiegelten Beilage einige Erläuterungen zu geben, die mir vielleicht den Grad Ihrer gütigen Meynung, den ich einst beseßen aber seit ein paar Wochen verloren zu haben glaube, wieder verschaffen, und mich auf immer vor der Gefahr sichern könnten, sie wieder zu verlieren; und zugleich einige Vorschläge zu thun, wie der erste Zwek meines Aufenthalts in Ihrem Hause sichrer erreicht werden könne. [/] <lb/>Sollten Sie aber gefunden haben, daß ich Ihren Absichten nicht entspreche, – nicht Stolz, sondern die Kenntniß, die ich von Euer Hochgebohrn Denkungsart zu haben glaube, nöthigt mich, die Bitte hinzuzusetzen, daß Sie ja nicht etwa einem Mitleiden, das ich nicht anerkennen könnte, einen Einfluß in Ihren Entschluß erlauben – so muß ich Sie unterthänigst bitten, das Beigeschloßne nicht zu öfnen, weil in <hi rend="slant:italic">diesem Falle</hi> es unziemlich wäre, es Ihnen vorzulegen. Dagegen erlauben Sie mir, Ihnen mit denjenigen Gesinnungen, deren Gegentheil mir unnatürlich ist, meine geringen Dienste anzubieten, um zur würdigem Wiederbesetzung meiner Stelle beizutragen. Meine Kenntniß, wie bei Empfehlungen der Art zuweilen verfahren wird, läßt mich glauben, daß meine Bitte einige Männer, die in der Lage sind junge Leute genauer kennen zu lernen, und die vielleicht einige Freundschaft und Zutrauen zu mir haben, möchte bewegen können, mit mehr als gewöhnlicher Vorsichtigkeit dabei zu verfahren.<lb/>Ich habe mit der innigsten Verehrung die Ehre zu sein<lb/>Euer Hochgebohrn Gnaden<lb/>unterthänigster<lb/>Fichte. </p></div></body></text></TEI>
