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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="15967"><titleStmt><title>Christian Gottlob Voigt an Johann Gottlieb Fichte</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/15967</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Fichte, Johann Gottlieb: Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Abteilung III, Bd. 2: Briefe 1793‒1795. Hg. v. Hans Jacob und Reinhard Lauth. Unter Mitwirkung v. Hans Gliwitzky und Manfred Zahn. Stuttgart 1970, S. 235‒236.</title></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz</institution><idno type="signatur">B 115</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/15967"><correspAction type="sent"><persName key="23824" ref="https://d-nb.info/gnd/118852728">Christian Gottlob Voigt</persName><placeName key="58" ref="https://d-nb.info/gnd/4065105-8">Weimar</placeName><date when="1794-12-17">1794-12-17</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7180" ref="https://d-nb.info/gnd/118532847 ">Johann Gottlieb Fichte</persName><placeName key="12" ref="https://d-nb.info/gnd/4028557-1">Jena</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-06r0-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-06r0-1.tif"/></facsimile><text><body><div><p><placeName key="58">Weimar</placeName> den 17 Dec. 1794.<lb/>Ich habe den HauptPunct, worüber Sie mir schreiben, also ansehen müssen, wie ich vorausweiß, daß ihn die ansehen werden, die ausser mir in die Sache zu sprechen haben; sonst hätte ich wohl der Erinnerung überhoben seyn können. Dazu kommt, daß juridisch die Abforderung der Legitimation nie den Gedanken eines Mistrauens involvirt; man kann das stärkste Vertrauen auf jemand setzen, und deswegen doch seine Legitimation fordern; in den Acten gelten nur die sichtbaren Dinge ec<lb/>Sie haben Recht, daß Ihre Anzeige, ohne Namenverzeichniß, sehr gut eine Untersuchung begründen [/] kann. Aber ich meinte, wir wollten gar keine Untersuchung haben, sondern eine Übergabe der Vestung, wozu eine Hofcommission abgeordnet werden soll.<lb/>Indessen scheint mir Ihr Vorschlag ausreichend, nemlich daß man der Commission auftragen müste, Sie zuförderst zu hören, Ihnen vorläufig die Amnestie für die Ordensleute zuzusichern, und demnächst die <hi rend="slant:italic">Namen</hi> von Ihnen zu verlangen, damit die Herren gefordert, und das Nöthige expediert werden kann.<lb/>Ist dieses so Ihre Meinung [/] so würde nur in dem Memorial an des <persName key="2889">Herzogs</persName> Durchl. das Nöthige ausgedrückt werden müssen. Nemlich besonders das: daß Sie in dem Fall, wenn eine Commission abgeordnet würde, und eine gnädigste Verzeihung zusicherte, Sie alsdenn darauf instruirt wären, die OrdensMitglieder namentlich zu erkennen zu geben, damit solche bey der Commission vorgeladen und zu Aufgebung des Ordens und Ablieferung der Papiere veranlaßt werden könnten.<lb/>Kurz; Sie werden etwas in [/] das Memorial bringen müssen, was der Nachfrage nach einer Legitimation Ihrerseits zuvorkomt.<lb/>Ich wüste freilich nicht, wozu Sie Selbst gegen die Studenten sich eigentlich anheischig gemacht haben. Ein mistrauisches Wesen ist immer ein sich nicht wider das Gesetz sicher Wissendes. Ich kenne recht gut die Art und Kunst der Studenten und habe sie lieb.<lb/>Also, Werthester Herr Professor, dürfen Sie nicht gerade als Chicanerie ansehen, was ich Ihnen an Zweifeln mache. Denn ich hoffe, Sie setzen das auch von mir voraus, was Sie wünschen, das man bey Ihnen voraussetzen soll.<lb/>Immerfort verbleibend<lb/>Dero sehr gewidmeter<lb/>V.</p></div></body></text></TEI>
