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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="16400"><titleStmt><title>Johann Gottlieb Fichte an Heinrich Eberhard Gottlob Paulus</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/16400</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Fichte, Johann Gottlieb: Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Abteilung III, Bd. 4: Briefe 1799–1800. Hg. v. Hans Gliwitzky und Reinhard Lauth. Unter Mitwirkung v. Peter K. Schneider und Manfred Zahn. Stuttgart 1973, S. 276‒277.</title></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Universitätsbibliothek Heidelberg</institution></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/16400"><correspAction type="sent"><persName key="7180" ref="https://d-nb.info/gnd/118532847 ">Johann Gottlieb Fichte</persName><placeName key="15" ref="https://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName><date when="1800-07-30">1800-07-30</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7279" ref="https://d-nb.info/gnd/115368361 ">Heinrich Eberhard Gottlob Paulus</persName><placeName key="12" ref="https://d-nb.info/gnd/4028557-1">Jena</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-0731-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-0731-1.tif"/></facsimile><text><body><div><p>Berlin, d. 30. Jul. 1800. <lb/>Mein sehr verehrter Freund,<lb/>In der gedrukten Beilage finden Sie einen Plan, dessen erste Idee zwar ich nicht gefaßt habe, dessen Theilnahme aber ich aus mancherlei Gründen nicht abweisen mochte. Ich halte das gewöhnliche Recensiren eines einzelnen, oft sehr uninteressanten Buchs für ein gar unergiebiges Geschäft; und glaube, daß durch Uebersichten ganzer Fächer, wie ich sie in dem gedrukten Plane charakterisirt habe, gewaltiger in die Wissenschaft, und den Geist des Zeitalters eingegriften werden könne. Die verbundenen rechnen auf Sie für das Fach der gelehrten historischen Theologie, und mir ist der Auftrag geworden, Sie einzuladen. Ich befürchte keine verneinende Antwort, indem meiner innigsten Ueberzeugung nach, Ihr Plaz durch keinen andern zu ersetzen wäre.<lb/>Ich brauche kaum zu erinnern, indem es aus dem ganzen Plane hervor geht, daß jeder, der ein Fach übernimmt, durchaus Herr und Meister in demselben Fache für unsre Zeitschrift ist; daß wenn er für dieses Fach durch Zuarbeiter sich Auszüge u. dergl. machen lassen, und dieselben in seine Uebersicht des Ganzen verweben will, die Wahl derselben ganz von ihm abhängt; und daß keine Beiträge für dieses Fach angenommen werden, [/] außer von ihm. Welch ein Wirkungskreis!<lb/>Wir würden im Falle Ihres Beitritts, auf welchen wir fest zu hoffen wagen, gleich für den ersten Heft uns von Ihnen eine, mit Charakteristik der neusten merkwürdigsten Zeiterscheinungen belegte Bestimmung des Standpunktes, in welchem die gelehrte Theologie gegenwärtig steht, erbitten.<lb/>Stillschweigen über die Existenz dieses Plans wird von allen Eingeladnen erbeten, indem wir es räthlich finden, daß er erst mit Erscheinung des ersten Heftes bekannt [werde]. Die gedrukte Ankündigung wird daher nur an die Eingeladnen gesendet. Haben Sie die Güte mir so bald als möglich, Ihre Entschliessung, und die Bedingungen Ihres Beitritts zu melden, welche zu erfüllen der Verleger ohne Zweifel sich zum Vergnügen machen wird.<lb/>Es ist, wie aus der Sache selbst hervorgeht, kein allgemeiner <hi rend="slant:italic">Redacteur</hi>, sondern ein jeder bürgt, und steht für das Fach, das ihm übertragen ist. Die äussere Einrichtung, sowie die Correspondenz besorgt Hrr. <hi rend="slant:italic">Herrmann</hi>, ehemaliger Redacteur der N. Allg. D. Bibliothek.<lb/>Mit inniger Hochachtung und Ergebenheit<lb/>der Ihrige<lb/>Fichte.<lb/>Ich bitte recht sehr um Verzeihung, daß ich Sie durch die Einlagen bemühe. Aber unter allen an die sie laufen, war ich in Absicht Ihrer am sichersten, daß Sie in Jena anwesend seyen.<lb/>	 </p></div></body></text></TEI>
