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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="18590"><titleStmt><title>Wilhelm Heinrich Wackenroder an Sophie Bernhardi</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/18590</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Wackenroder, Wilhelm Heinrich: Sämtliche Werke und Briefe. Historisch-kritische Ausgabe. Bd. 2: Briefwechsel, Reiseberichte. Hg. v. Richard Littlejohns u. Silvio Vietta. Heidelberg 1991, S. 138.</title></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Schiller-Nationalmuseum</institution></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/18590"><correspAction type="sent"><persName key="25469" ref="https://d-nb.info/gnd/118628097">Wilhelm Heinrich Wackenroder</persName><placeName key="2" ref="https://d-nb.info/gnd/4021477-1">Göttingen</placeName><date when="1794-01-23">1794-01-23</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7128" ref="https://d-nb.info/gnd/118973665">Sophie Bernhardi</persName><placeName key="15" ref="https://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-08ih-0.tif"/></facsimile><text><body><div><p>Gött. 23. Januar. 1794.<lb/>Da Ihr Bruder auf seinen Brief, den Sie schon vor mehreren Wochen müssen erhalten haben, noch keine Antwort von Ihnen bekommen hat, so will ich Sie unterdessen versichern, daß er wohl, gesund u munter ist, wie immer, und Ihnen selbst wieder geschrieben hätte, wenn die zwey fatalen Hindernisse die ihn so oft davon abhalten, Arbeiten, u Nachläßigkeit, nicht wären. Wollen Sie mir erlauben, ihm zuweilen zu Hülfe zu kommen, und, wenn jene Abhaltungen eintreten, statt seiner Ihnen zu sagen, daß er sich wohl befindet u zufrieden lebt, und daß er beydes auch von Ihnen zu hören wünscht?<lb/>Sind Sie in den schönen Tagen, die uns der Winter zuweilen gegeben hat, etwas ausgegangen? Ich habe beym Sonnenschein neulich die hiesige Gegend umher besucht, die ziemlich kahl ist. Oft erinnere ich mich, mit Ihrem Bruder, der schönen Tage, die wir bey Erlangen, in den reizendsten BergGegenden genoßen haben; es gereut ihn nicht, daß er mir dahin gefolgt ist. Schon manchen Abend habe ich mit ihm hier unter erfreulichen Erinnerungen an den vorigen Sommer, u an unser früheres Leben in Berlin verplaudert.<lb/>Wie angenehm wäre es mir, wenn ich von Ihnen hörte, daß Sie gesund u froh wären. Ich bleibe Ihr<lb/>Sie schätzender, aufrichtiger Freund<lb/>Wackenroder.</p></div></body></text></TEI>
