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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="18716"><titleStmt><title>Novalis an Christoph Gottlob von Burgsdorff</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/18716</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Novalis: Schriften. Tagebücher, Briefwechsel, Zeitgenössische Zeugnisse. Hg. v. Richard Samuel, Hans-Joachim Mähl und Gerhard Schulz. Bd. 4. Stuttgart u.a. 1975, S. 336‒337.</title></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/18716"><correspAction type="sent"><persName key="7378" ref="https://d-nb.info/gnd/118588893 ">Novalis</persName><placeName key="241" ref="https://d-nb.info/gnd/4065247-6">Weißenfels</placeName><date when="1800-08-04">1800-08-04</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="23781" ref="https://d-nb.info/gnd/14197480X">Christoph Gottlob von Burgsdorff</persName><placeName key="13" ref="https://d-nb.info/gnd/37172-5">Dresden</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-08lz-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-08lz-1.tif"/></facsimile><text><body><div><p>[Weißenfels, den 4. August 1800. Montag]<lb/>Hochgebohrner Herr,<lb/>Höchstzuverehrender Conferenzminister,<lb/>Wenn ich schon seit meinen frühesten Jahren Ew. Excellenz in jeder Hinsicht innig verehrte, so freue ich mich über den eben erhaltenen speciellen Beweis von Höchstdero gnädigen Gesinnungen gegen mich, die kräftige Unterstützung meines unterthänigsten Gesuchs um die erledigte Amtshauptmannstelle in Thüringen sowie die Auswirkung eines extraordinairen Gehalts, um so mehr, da es mir Anlaß gibt Ew. Excellenz selbst meine wärmste Ehrfurcht und Dankbarkeit unterthänigst zu versichern.<lb/>Gern bescheide ich mich, daß Ew. Excellenz viel jährige Freundschaft für meinen Vater und wohlwollende Rücksichten auf seinen treuen und uneigennützigen Diensteyfer mir vorzüglich zu dieser unverdienten Gnadenbezeugung verholfen haben, und ich bin dafür nur desto dankbarer, da mein Vater auf seiner mühseligen Laufbahn so sehr einer frohen Errinnerung an treue, theilnehmende Freunde bedarf. <lb/>Der neue, mir bevorstehende Geschäftskreis war von jeher ein Gegenstand meiner lebhaften Wünsche, da ich an Thüringen denjenigen Antheil nehme, den man an einer Provinz nimmt, in der man nicht allein geboren und erzogen worden ist, sondern in der man auch die wärmsten und vorzüglichsten Freunde fand, die glücklichste Zeit seines Lebens zubrachte und den Grund legte, ein brauchbarer und verständiger Mensch und Diener des Staats zu werden.<lb/>Auch meine oeconomische Lage sehe ich durch den neuen Gehalt um vieles verbessert und kann nun ruhiger den kommenden Jahren entgegensehn, so daß ich Ew. Excellenz unendlich für diese gnädige Vermehrung und Befestigung meiner Zufriedenheit verpflichtet seyn muß.<lb/>Wie sehr wünsche ich den Herrn Sohn Ew. Excellenz, an den mich die wärmste Jugendfreundschaft knüpft, bald in einer Lage zu sehn, die ihm ebenso angenehm und ermunternd ist, wie die Meinige mir, ein Wunsch, den sein Fleiß und seine Talente gewiß bald zur Erfüllung bringen werden.<lb/>Mit dem gerührtesten Herzen empfehle ich mich Ew. Excellenz ferneren Gnade und verharre in tiefster Ehrfurcht<lb/>Ew. Excellenz unterthänigster<lb/>[Georg Fridrich Philipp von Hardenberg.]</p></div></body></text></TEI>
