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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="19478"><titleStmt><title>Friedrich Schleiermacher an Alexander von Dohna</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/19478</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Schleiermacher, Friedrich Daniel Ernst: Kritische Gesamtausgabe. Abt. 5, Bd. 6. Briefwechsel 1802‒1803 (Briefe 1246‒1540). Hg. v. Andreas Arndt u. Wolfgang Virmond. Berlin u.a. 2005, S. 76‒77.</title></bibl><bibl>https://schleiermacher-digital.de/briefe/</bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/19478"><correspAction type="sent"><persName key="7133" ref="https://d-nb.info/gnd/118608045">Friedrich Schleiermacher</persName><placeName key="270" ref="https://d-nb.info/gnd/4118833-0">Stolp</placeName><date when="1802-08-18">1802-08-18</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="24871" ref="https://d-nb.info/gnd/116170972">Alexander von Dohna</persName><placeName key="26257">Finckenstein</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-08wt-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-08wt-1.tif"/></facsimile><text><body><div><p>Stolpe d 18t. August.<lb/>Es ist traurig lieber Freund, daß ich noch gar nicht dazu kommen kann, von Ihren gütigen Anerbietungen Gebrauch zu machen. Ich hatte diesmal selbst eine kleine Amtsreise vor die schon angesagt war, und die ich also nicht aufschieben konnte, erst vorgestern bin ich von dort zurük. Nach Königsberg werde ich übrigens für diesmal wol gar nicht reisen. Graf Wilhelm schreibt mir, auch die 3 Subjecte welche das Kirchen Collegium der Gemeine vorschlagen wolle seien schon bestimmt, und wenn ich die Satisfaction nicht einmal haben sollte von denen, welche als die Kenner anzusehen sind, unter die Berechtigten gezählt zu werden: so möchte mich die Reise sehr gereuen. Lieber will ich einmal zu gelegener Zeit aus freier Hand nach Königsberg reisen, und dort predigen wenn es nach gar keinem Anspruch aussieht. Wiewol es für den Zwek auch für die Zukunft wohl vergeblich sein möchte denn wenn es dem Kanzler nur einigermaßen Ernst wäre so hätte er mir einen Plaz unter diesen Dreien immer offen halten können<lb/>Was fehlt Ihrer kleinen Nichte? sie hat doch nicht einen Bruchschaden? Doch Sie würden viel ängstlicher sein wenn es irgend etwas bedeutenderes wäre. |<lb/>Von unser Freundin welche nun zurük ist haben Sie gewiß auch Nachricht. Brenna schreibt sie wäre in Hamburg noch stärker geworden. Dagegen sollte man doch wo möglich protestiren. Mit meiner Muße, lieber Graf steht es auch schlecht genug. Kleine Geschäfte, die noch dazu das Verdrießliche haben, daß sie gar nicht der Rede werth sind, ruiniren mir Zeit genug, und dann das fatale Reisen, wovon ich während der guten Jahreszeit nicht Sechs Wochen lang ganz frei bin. Zu dieser zähle ich den October nicht mehr, und ich hoffe Sie dann gewiß in Danzig zu sehen, wenn Sie mir auch nicht viel Zeit schenken können.<lb/>Meine besten Empfehlungen an Ihre Schwester und zu Hause.<lb/>Schleiermacher</p></div></body></text></TEI>
