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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="19601"><titleStmt><title>Antoinette Bamberger an Friedrich Schleiermacher</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/19601</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Schleiermacher, Friedrich Daniel Ernst: Kritische Gesamtausgabe. Abt. 5, Bd. 6. Briefwechsel 1802‒1803 (Briefe 1246‒1540). Hg. v. Andreas Arndt u. Wolfgang Virmond. Berlin u.a. 2005, S. 538‒539.</title></bibl><bibl>https://schleiermacher-digital.de/briefe/</bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/19601"><correspAction type="sent"><persName key="26275" ref="https://d-nb.info/gnd/11776602X">Antoinette Bamberger</persName><placeName key="2275" ref="https://d-nb.info/gnd/4046948-7">Potsdam</placeName><date when="1800-08-29">1800-08-29</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7133" ref="https://d-nb.info/gnd/118608045">Friedrich Schleiermacher</persName><placeName key="15" ref="https://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-0908-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-0908-1.tif"/></facsimile><text><body><div><p>Potsd. d. 29t. Aug. 1800 <lb/>Wieder eine neue Infamie der Post, werden Sie sagen: denn ich habe Ihnen <hi rend="weight:bold">gewiß</hi> geschrieben (oder ob ich es Lucien gebeten Ihnen zu sagen, besinne ich mich in diesem Augenblik nicht; es steht mir aber sehr lebendig vor, als ob ich das Erste gethan) daß ich so gleich nach der erhaltenen Bewilligung der 10 Louisd’or, das Logis <hi rend="weight:bold">selbst</hi> gemiethet, und 3 Thaler zur Sicherheit darauf gegeben; auch gemeldet: daß es nichts thäte wenn es einige Tage <hi rend="weight:bold">vor</hi> dem manoeuvre (Sie sehen Ihr Brod Meßer wäre meiner Feder sehr willkommen) oder <hi rend="weight:bold">nach</hi> demselben occupirt würde; auch sei fourage im Hause bereit. – Der Wirth ist <hi rend="weight:bold">Bekker</hi>, heißt <hi rend="weight:bold">Müller</hi>, und wohnt in der Breiten Straße, gegen uns über, wenn Sie nemlich des Fuhrmans Schulzen Hauß in der Idee wegnehmen; auch ist ein grün Staket vor dem Hause. Zwei Häuser von der schönen ClavierSpielerin Sidow, wo Sie mit mir gewesen, beßer nach dem Lustgarten zu. Nun können Sie es Ihren Graffen und Gräffinnen selbst recht beschreiben. Wenn Sie sich aber | bei Ihrer Ankunft bei <hi rend="weight:bold">mir</hi> melden wollen so bringe ich Sie selbst herüber. Ist <hi rend="weight:bold">der</hi> Graff Dohna dabei den ich du temps jadis wohl des Montags mit Humbold bei Lucie gesehen so kömmt der ja wohl zu mir und erkundigt sich. – übrigens dächte ich wäre <hi rend="weight:bold">Ihr</hi> Schluß sehr gegründet, oder ich müßte sehr ungezogen sein, Leute in <hi rend="weight:bold">solcher</hi> Ungewißheit zu laßen. – Also, Sie kommen gewiß! Nun das ist mir lieb, denn so gern ich mit Ihnen noch länger plauderte, so muß ich doch jezt zu einer Mutter die nicht weiß wie sie um ihr Kind gekommen? Durch die Ruhr, das ist gewiß. Aber so schnell! Über <hi rend="weight:bold">dies</hi> Kind brauchts nun keines weiteren philosophirens über Erziehung; über die sechs lebenden aber von Lucie wortwechselte ich noch so gern mit Ihnen, aber ich kann jezt nicht, also, a Dieu à revoir! <lb/>AB. <lb/>Ist Ihnen denn Clamer Schmidt nicht vorgekommen? Ich habe ihn doch zu Ihnen | geschikt! Fragen Sie doch Lucien nach Ihm. – Auch Sie schreibt nichts von Ihm der Ihr doch so interressant ist. – Aber er ist jezt ganz ein anderer Mensch als sonst. Denn das leidige Hypochondern plagt ihn. </p></div></body></text></TEI>
