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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="20193"><titleStmt><title>Andreas Röschlaub an Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20193</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von: Briefe und Dokumente. Bd. 2. 1775‒1809: Zusatzband. Hrsg. v. Horst Fuhrmans. Bonn 1973, S. 402‒403.</title></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20193"><correspAction type="sent"><persName key="26779" ref="https://d-nb.info/gnd/118602004">Andreas Röschlaub</persName><placeName key="416" ref="https://d-nb.info/gnd/4034367-4">Landshut</placeName><date when="1802-05-15">1802-05-15</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7155" ref="https://d-nb.info/gnd/118607057">Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling</persName><placeName key="12" ref="https://d-nb.info/gnd/4028557-1">Jena</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09ab-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09ab-1.tif"/></facsimile><text><body><div><p>Landshut, den 15. Mai 1802. <lb/>Freund!<lb/>Vorgestern kam ich – ziemlich wohl – hier an. Nächster Tage werde ich meine Vorlesungen – über Nosologie, Therapie und medicinische Klinik – anfangen.<lb/>Ihr System soll hier mächtig studiret werden: das kann ich Sie versichern. Freunde desselben fand ich schon viele. Die medicinische Facultät, welche treffliche Männer besitzt, ist von der solidesten Hochachtung Ihrer Verdienste so eingenommen, daß sie sehnlich wünschet, es möge Ihnen nicht unangenehm sein, wenn sie Ihnen das <hi rend="weight:bold">Diplom eines Doctors der Medicin</hi> zusendet. Einstimmig ist dieser Wunsch, und ich soll das Organ sein, das Ihnen solchen Wunsch äußere.<lb/>Ich zweifle nicht, daß Sie diesem unserem Wunsche – (er wurde von meinen Collegen schon gehegt, ehe ich hier ankam) – Ihre Genehmigung zusagen und zum Zeichen Ihres Wohlgefallens daran uns sobald als möglich angeben mögen<lb/>a) Ihren Vor- und Zunamen<lb/>b) Vaterland,<lb/>c) die Lehrer, von welchen, und die Orte, an welchen Sie Collegien hörten.<lb/>Den 4. Junius wird nämlich das Fest der Etablirung und Dotirung der Universität Landshut gefeiert. Unser Churfürst nämlich erklärte die Universität hier als permanent, gab dem Fonde einen jährlichen Zuschuß von 15.000 Gulden Revenuen, allerlei Gebäude, Gärten, ein Hospital für Klinik und vieles andere, kurz: er that, was verdient, durch ein solennes Fest gerühmt zu werden. Bei diesem Feste nun wird jede Facultät denjenigen, welchen sie als Mann von dem größten Verdienste für ihr Fach hält, zum Doctor desselben ernennen.<lb/>Wie gefällt Ihnen das? Ich glaube: wohl, erwarte jedoch baldigst Ihre Antwort. – – –<lb/>Ich werde hier viele Gelegenheit erhalten, junge Männer für Ihr System zu stimmen, und – – –?<lb/>Sie verstehen mich.<lb/>Schreiben Sie mir ja bald. Ich hoffe, Sie bereuen es nicht. Leben Sie vergnügt.<lb/>Ihr Freund<lb/>Röschlaub</p></div></body></text></TEI>
