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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="20309"><titleStmt><title>Ludwig Tieck an Georg Joachim Göschen</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20309</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Gödeke, Karl: Kleine Mitteilungen. In: Weimarisches Jahrbuch 4 (1856), S. 25–26.</title></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20309"><correspAction type="sent"><persName key="7138" ref="https://d-nb.info/gnd/12989432X">Ludwig Tieck</persName><placeName key="12" ref="https://d-nb.info/gnd/4028557-1">Jena</placeName><date when="1800-06-16">1800-06-16</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7127" ref="https://d-nb.info/gnd/118695916 ">Georg Joachim Göschen</persName><placeName key="22" ref="https://d-nb.info/gnd/4035206-7">Leipzig</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09cs-0.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09cs-1.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>Mein Freund der Professor Schlegel hat mir gesagt, als er von Leipzig zurückkam, dass Sie, wertgeschäzter Herr nicht abgeneigt wären ein neues Werk von mir, die Gartenwochen einen dramatisirten Roman zu künftigen Ostern zu verlegen. Es wäre mir sehr erwünscht, da ich eine solide Buchhandlung für diese Arbeit suche. Dieses Buch wird in einer besondern Geschichte noch eine Sammlung verschiedener eigener Mährchen und Novellen enthalten, die zusammen wieder ein Ganzes bilden, mit Liedern und Gedichten untermengt und im allgemeinen in der Darstellung an die des Sternbald gränzen wenn Ihnen dies Buch vielleicht bekannt ist. Den Titel habe ich von einem Werke des Cervantes entlehnt an dessen Ausführung ihn der Tod verhindert hat.<lb/>Mein Freund Schlegel hat mir gesagt dass Sie auf meine Forderung vorläufig sich zu 2<hi rend="size:8;offset:4">1</hi>/<hi rend="size:8;offset:-4">2</hi> Carolin pr. gedruckten Bogen erboten hätten mit welchen Bedingungen ich auch zufrieden bin, nur würde ich Sie bitten, das Werk mit deutschen Lettern zu drucken, für welche ich eine besondere Vorliebe habe und weil ich glaube, dass so viel als möglich auch im Äußern eines Buches sich der Innhalt abspiegeln muss, manche Sachen würden sich lateinisch gar nicht ausnehmen und umgekehrt: auch sind Sie wohl von der Güte, mir einige Blätter in dem Format zu übersenden, wie Sie es drucken würden und sie nach Giebichenstein an den Kapellmeister Reichardt zu addressiren, weil ich schon in 8 Tagen von hier reise und mich ihre Antwort vielleicht nicht mehr in Jena treffen würde. Vielleicht könnte ich auch von Giebichenstein auf einen Tag nach Leipzig kommen um mit Ihnen genauer Abrede zu nehmen.<lb/>Zu Weihnachten kann ich Ihnen den ersten Theil des Werkes liefern und gegen Ostern in einzelnen Heften den zweiten so dass das Ganze zur Ostermesse fertig sein kann weil dieses Buch nach meiner Meinung nicht einzeln erscheinen muss. Sein Sie von der Güte, mir bald Ihre Antwort mitzutheilen. Der Professor Schlegel lässt sich Ihnen vielmals empfehlen.<lb/>Ich bin<lb/>Ew. Wohlgebohren<lb/>Ergebener<lb/>L. Tieck.<lb/>Jena<lb/>den 16t. Juni<lb/>1800.</p></div></body></text></TEI>
