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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="20466"><titleStmt><title>Ludwig Tieck an Sophie Bernhardi</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName></edition></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Neu transkribiert und ausgezeichnet; einmal kollationiert</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20466</idno></publicationStmt><sourceDesc><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz</institution><idno type="signatur">Slg. Autogr.: Tieck, Ludwig</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20466"><correspAction type="sent"><persName key="7138" ref="https://d-nb.info/gnd/12989432X">Ludwig Tieck</persName><placeName key="4459" ref="https://d-nb.info/gnd/4803589-0">Drackendorf</placeName><date when="1793-04-16">[vor dem 21. April 1793]</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7128" ref="https://d-nb.info/gnd/118973665">Sophie Bernhardi</persName><placeName key="15" ref="https://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09h5-f.tif"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09h5-g.tif"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09h5-h.tif"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09h5-i.tif"/></facsimile><text><body><div><p><milestone unit="start" n="68500"/>[1]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="68500"/> 7.) Liebste Schwester,<lb/>Verzeih mir ja, daß ich gegen alle meine Versprechungen dir doch nicht geschrieben habe, allein es kam jedesmahl etwas dazwischen, woran ich keines weges Schuld hatte. Ich habe eine sehr vergnügte Reise gehabt und bin immer sehr gesund gewesen, <persName key="2997">W.</persName> läßt dir grüßen. Ich bin hier sehr vergnügt und munter. Am Mondtage (vielleicht erhältst du diesen Brief nicht eher) reisen wir von hier ab, folglich wird mich keiner deiner Briefen hier antreffen können, aber schreibe mir doch ja nach <placeName key="566">Erlangen</placeName>, du kannst immer schon einen Brief dorthin schikken; in Erlangen bin ich dann mehr in Ruhe und <milestone unit="start" n="68504"/>wir<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Lies: werde</title></note><milestone unit="end" n="68504"/> dir dann gewiß recht oft schreiben, bleibe nur recht gesund, dann ist alles gut. – Sei doch so gut u besorge an <persName key="42">Bernhardi</persName> den Brief, aber bald u ordentlich. <milestone unit="start" n="68501"/>[2]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="68501"/> Mein <persName key="459">Vater</persName>, will ich hoffen, ist ist besser, seine Krankheit hat mich immer noch sehr bekümmert gemacht, ich bin darüber sehr unruhig gewesen, grüsse ihn und meine liebe <persName key="458">Mutter</persName> doch recht herzlich. – Wir sind durch sehr schöne Gegenden gereißt, besonders bei <placeName key="262">Naumburg</placeName> ist eine göttliche Gegend. – Mündlich will ich dir einmahl etwas davon erzählen. – Verzeihe, ich muß wieder sehr schnell schreiben. – Ich hoffe, daß du gesund und munter bist. – Grüsse auch den <persName key="56">Künstler</persName> recht oft von mir. – Schreibe mir sobald als möglich, du brauchst den Brief nur ohne Umstände nach Erlangen zu adreßiren, ich will mich schon bald bei der Post bekannt machen. – Wir leben hier auf dem Lande, <milestone unit="start" n="68502"/>[3]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="68502"/> es ist ein Dorf bei <placeName key="12">Jena</placeName>, erstaunlich angenehm, die Gegend ist hier göttlich. – Wirst du und meine Eltern denn nach <placeName key="28129">Golzow</placeName> reisen? – Es thut mir sehr leid, daß ich nicht dort herüber reisen konnte, denn ich hatte es in Worten bei Lehmann gewiß versprochen, wenn du ihn sehn solltest, oder nach Golzow schreiben, so laß mich doch bei ihm entschuldigen, nächstens will ich es selbst in einem Briefe thun. – Grüsse auch unsre Verwandten, wenn du einen von ihnen sehn solltest, auch Griesen. – Der Bothe wird bald abgehn, darum kann ich dir nichts mehr sagen, bleibe mir immer gut, vergiß mich nicht, <milestone unit="start" n="68503"/>[4]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="68503"/> und bleibe vorzüglich gesund, denn <hi rend="underline:1">munter</hi> ist doch die Hauptsache. –<lb/>Ich bin <lb/>Dein<lb/>Bruder<lb/>Tieck<lb/><lb/><placeName key="4459">Drakendorf</placeName>,<lb/>am <hi rend="overstrike:1"><milestone unit="start" n="68648"/>xx</hi><note type="Notiz_zur_Transkription"><title>nicht entziffert</title></note><milestone unit="end" n="68648"/><hi rend="overstrike:1"></hi>ten April. 1798. </p></div></body></text></TEI>
