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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="20730"><titleStmt><title>Ludwig Tieck an Georg Andreas Reimer</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20730</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Müller, Gustav Adolf: Stimmen toter Dichter. Briefe, Gedichte, Erinnerungen. Hannover 1904, S. 34–35.</title></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20730"><correspAction type="sent"><persName key="7138" ref="https://d-nb.info/gnd/12989432X">Ludwig Tieck</persName><placeName key="13" ref="https://d-nb.info/gnd/37172-5">Dresden</placeName><date when="1802-09-02">1802-09-02</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7134" ref="https://d-nb.info/gnd/118831194 ">Georg Andreas Reimer</persName><placeName key="15" ref="https://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09oh-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09oh-1.tif"/></facsimile><text><body><div><p>Ich kann Ihnen heute nur wenige Worte schreiben, werth geschätzter Freund, indem ich Ihnen mit der fahrenden Post Sonnabend früh von hier ein Packet von <hi rend="weight:bold">Novalis</hi> Schriften sende. Ich habe in dieser Zeit immer daran gearbeitet, u. es hat mich viele Mühe und Zeit gekostet. Ich war einige Tage in Berlin u. hätte Sie zu sprechen gewünscht, als Sie noch auf der Reise waren. Ich hoffe, Sie haben Sie glücklich u. zu Ihrem Vergnügen vollendet.<lb/>Am Mondtag oder Dienstage ein oder zwei Tage nach diesem Briefe erhalten Sie einen zweiten, umständlicheren, mit einem Packet, welches ich Ihnen nicht mit der reitenden Post hätte senden können.<lb/>Ich habe mit Friedr. Schlegel die Abrede genommen, weil ich die Herausgabe des 2 Th. <hi rend="weight:bold">allein</hi> besorge, daß Sie von der Güte sein möchten, mir das Honorar für diesen Theil zu übersenden. Ich kann Ihnen gestehen, daß Sie mich ungemein verbinden würden u. von einer großen Verlegenheit befreien, wenn Sie mir sogleich wenigstens einen Theil davon übersenden könnten. Verzeihen Sie wenigstens meine Bitte u. glauben Sie mir, daß ich Ihnen nicht damit beschwerlich fiele, wenn ich mich nicht ganz ausgegeben hätte –<lb/>Frd. Schlegel hat Ihnen auch von einem Epischen Gedicht von mir gesagt; er meldete mir, daß Sie zum Verlage nicht abgeneigt wären u. mir vielleicht Michaelis einen Vorschuß schicken könnten; auch darüber hätte ich gern selbst mit Ihnen gesprochen. Melden Sie mir doch hierüber Ihren Entschluß. –<lb/>Meine Frau empfiehlt sich Ihrer Frau Gemahlin u. grüßen Sie W. Schlegel von mir.<lb/>Ihr ergeb.<lb/>L. Tieck.<lb/>Dresden<lb/>den 2t. Sept.<lb/>1802.</p></div></body></text></TEI>
