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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="20738"><titleStmt><title>Johann Wolfgang von Goethe an Ludwig Tieck</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="edition">Korrespondenzen der Frühromantik</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext ohne Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20738</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Briefe an Ludwig Tieck. Ausgewählt und hrsg. von Karl von Holtei. Band 1. Breslau 1864, S. 239.</title></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/20738"><correspAction type="sent"><persName key="7336" ref="https://d-nb.info/gnd/118540238 ">Johann Wolfgang von Goethe</persName><placeName key="58" ref="https://d-nb.info/gnd/4065105-8">Weimar</placeName><date when="1801-12-17">1801-12-17</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7138" ref="https://d-nb.info/gnd/12989432X">Ludwig Tieck</persName><placeName key="13" ref="https://d-nb.info/gnd/37172-5">Dresden</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-09op-0.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>Ich war in einiger Verlegenheit was ich Ihnen, werther Herr Tiek, auf Ihre Anfrage zu antworten hätte. Indessen ist Herr Frommann bey mir gewesen, ich habe ihm aufrichtig und weitläufig meine Meynung gesagt und ziehe mich nunmehr deshalb ins Kurze zusammen.<lb/>Ich würde Ihnen niemals rathen eine Stelle anzunehmen, die so viel routinirte Gewandheit erfordert, wenn man sie mit einer gewissen Aisance begleiten und nicht sein Leben darüber aufopfern will. Doch übernimmt die Jugend wohl manches in Hoffnung durchzukommen und nach einigen Prüfungsjahren zu einem erwünschten Genuß zu gelangen. Durchaus abrathen kann ich also auch nicht.<lb/>Was eine Empfehlung betrifft so darf ich damit wohl nicht hervortreten, weil ich, auf verschiedene an mich geschehene Anträge, verweigert habe an jenem Geschäft irgend einigen Antheil zu nehmen. Sollten Sie zu jenem Platz gelangen und ich kann Ihnen alsdann mit etwas dienen; so werde ich es mit Vergnügen thun. Ihren Herrn Bruder hoffen wir hier bald wieder zu sehen und beim Schloßbau zu beschäftigen. <lb/><hi rend="weight:bold">Goethe</hi>.</p></div></body></text></TEI>
