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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="3403"><titleStmt><title>August Wilhelm von Schlegel an Johann Wolfgang von Goethe</title><editor><persName role="Herausgeber der Website"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin der Website"><forename>Laura</forename><surname>Fath</surname><affiliation>Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</affiliation></persName><persName role="Implementierung Backend/Frontend der Website"><forename>Sandra</forename><surname>Weyand</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="User Experience / Grafisches Design"><forename>Michael</forename><surname>Lambertz</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Projektübergreifende technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Thomas</forename><surname>Burch</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Verantwortlich für die Projektdurchführung am TCDH"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Trier Center for Digital Humanities / Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-mainz.de/">Johannes-Gutenberg-Universität Mainz</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum - Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://www.briefe-der-romantik.de/team">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 4.0 DE)</licence><ab type="version"/><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2025-09-15"/><idno type="url">https://briefe-der-romantik.de/letters/view/3403</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>August Wilhelm und Friedrich Schlegel im Briefwechsel mit Schiller und Goethe. Hg. v. Josef Körner u. Ernst Wieneke. Leipzig 1926, S. 65‒66.</title><idno type="print">KoernerWieneke1926_AWSanGoethe_19021798</idno><publisher>Insel Verlag</publisher></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv</institution><idno type="signatur">GSA 28/805 St. 1a</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="provenance">Klassik Stiftung Weimar</ab><ab type="note">Empfangsort erschlossen.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://briefe-der-romantik.de/letters/view/3403"><correspAction type="sent"><persName key="7125" ref="https://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="12" ref="https://d-nb.info/gnd/4028557-1">Jena</placeName><date when="1798-02-19">1798-02-19</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="7336" ref="https://d-nb.info/gnd/118540238 ">Johann Wolfgang von Goethe</persName><placeName key="58" ref="https://d-nb.info/gnd/4065105-8">Weimar</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-028c-0.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-028c-1.jpg"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-04un-f.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-04un-g.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-04un-h.jpg"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://briefe-der-romantik.de/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-04un-i.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>[1] <placeName key="12">Jena</placeName> d. 19ten Febr 1798<lb/>Sie erhalten hier einen Brief, den ich als Einlage zur Besorgung an Sie heute bekam. <persName key="67">Der Buchhändler Unger</persName> meldet mir, daß er mit Ihnen eine Abrechnung getroffen, vermöge deren Sie mir 50 rh. auszahlen würden. Ich erwähne dieß nur deswegen, um hinzuzufügen, daß es damit gar keine Eil hat, und sehr füglich verschoben bleiben kann, bis Sie etwa nach Jena, oder ich nach <placeName key="58">Weimar</placeName> komme, damit Sie sich nicht mit der Absendung beschweren möchten.<lb/>Übrigens habe ich seit den glücklichen Stunden, die ich bey Ihnen zubrachte, nur deswegen so ganz geschwiegen, weil ich von Woche zu Woche der Hoffnung lebte, Sie endlich in unserm stillen Jena zu sehen, wo nicht ich allein lebhaft nach Ihrer Ankunft verlange. Ich bin um so stärker dabey interessirt, da ich den Sommer nicht in Jena zubringen werde. Erst denke ich nach Ostern einen kleinen Ausflug nach <placeName key="15">Berlin</placeName> zu machen, und dann die schöne Jahrszeit in <placeName key="13">Dresden</placeName> zu genießen. Ich bleibe aber hier angesiedelt und werde im Herbst wieder die Winterquartiere hier beziehen.<lb/>[2] Es geht mir sonst recht wohl. <persName key="23">Meine Frau</persName>, die im Anfange des Winters viel zu leiden hatte, ist jetzt völlig hergestellt; und wir leben vergnügt in unserm kleinen Kreise. <persName key="2880">Madame Gotter</persName>, die einer Aufheiterung sehr bedurfte, war einige Wochen bey uns, und hat <persName key="4288">ihre Tochter</persName> noch auf längere Zeit hier gelassen. Sie hat das geendigte aber nicht ganz vollendete Lustspiel <persName key="2879">Gotters</persName>, <hi rend="weight:bold"><name key="4163" type="work">der schöne Geist</name>,</hi> mit Hülfe meiner Frau, die es von dem Verfasser hatte vorlesen hören, aus den verwirrten Papieren ihres Mannes vollständig herausgebracht, und denkt es vielleicht auf das Berliner Theater zu bringen.<lb/>Ich bin fleißig am <persName key="4"><name key="29" type="work"><hi rend="weight:bold">Shakspeare</hi></name></persName> und auch sonst, und hoffe, Ihnen in einiger Zeit eins und das andre zeigen zu können, was Ihnen nach Ihrer gütigen Theilnahme an meinen Arbeiten Freude machen wird. <persName key="218">Hr. von Brinkmann</persName>, dessen Bekanntschaft ich heute machte, hat die Gefälligkeit, Ihnen diesen Brief mitzunehmen, und wird Ihnen mündlich meine Gesinnungen bezeugen. Meine Frau läßt sich bestens empfehlen.<lb/>Ihr gehorsamster<lb/>AWSchlegel<lb/>[3]<lb/>[4]</p></div></body></text></TEI>
