Jena, d. 22. Febr. 99
So eben, eine Viertel Stunde vor Abgang der Post sendet mir Gabler Ihre beiden Briefe vom 8ten, u. 12ten Februar zu. Ich bin empfindlich beschämt, und verdrießlich über das Gablerische Benehmen, u. weiß auf der Stelle keinen Vorschlag, wie einzurichten, daß der D<e>bit der Schrift, über deren Mangel aus dem Reiche Klagen geführt werden, nicht gehindert werde. Die 20. Carolins, die Sie ihm so grosmüthig überschikt, soll er auf alle Fälle nächstens zu Ihrer Disposition an mich zurükzahlen müssen.
Ich gerathe dadurch noch in eine Menge anderer Verlegenheiten über eine Schrift in derselben Ange[/]legenheit, mit welcher ich es eben so zu halten gedachte, wie es meinem Plane nach, meinen oft an Gabler wiederholten Vorstellungen, und seinen oft wiederholten Versprechungen nach mit der Apologie gehalten werden sollte. Daran ist nun freilich nicht zu denken. Jezt muß ich erst suchen, wie ich mit Gabler, mit dem ich schlechterdings klug verfahren muß, indem ich ihn nicht stürzen kann, ohne selbst Verlust zu haben, aus den mannigfaltigen Verwirrungen heraus komme.
Mit der nächsten Post mehr.
Ihr
ergebenster
Fichte.
So eben, eine Viertel Stunde vor Abgang der Post sendet mir Gabler Ihre beiden Briefe vom 8ten, u. 12ten Februar zu. Ich bin empfindlich beschämt, und verdrießlich über das Gablerische Benehmen, u. weiß auf der Stelle keinen Vorschlag, wie einzurichten, daß der D<e>bit der Schrift, über deren Mangel aus dem Reiche Klagen geführt werden, nicht gehindert werde. Die 20. Carolins, die Sie ihm so grosmüthig überschikt, soll er auf alle Fälle nächstens zu Ihrer Disposition an mich zurükzahlen müssen.
Ich gerathe dadurch noch in eine Menge anderer Verlegenheiten über eine Schrift in derselben Ange[/]legenheit, mit welcher ich es eben so zu halten gedachte, wie es meinem Plane nach, meinen oft an Gabler wiederholten Vorstellungen, und seinen oft wiederholten Versprechungen nach mit der Apologie gehalten werden sollte. Daran ist nun freilich nicht zu denken. Jezt muß ich erst suchen, wie ich mit Gabler, mit dem ich schlechterdings klug verfahren muß, indem ich ihn nicht stürzen kann, ohne selbst Verlust zu haben, aus den mannigfaltigen Verwirrungen heraus komme.
Mit der nächsten Post mehr.
Ihr
ergebenster
Fichte.