Dienstag den 24ten.
Wenn bei Euch eine so schreckliche Hitze ist wie hier, wie wird es Euch dann nur gehen? Wenn Ihr ein Duo klagt, so denkt nur daß ich die dritte Stimme bin; ich will Euch dafür bedauern wenn ich mich im Wasser ergötze, daß Ihr es so gut nicht haben könnt. Seit ich in Barby war habe ich das Vergnügen des Badens nicht so genossen. Ich will von dem physischen Wohlergehen gar nicht reden, sondern von dem Ideenspiel, welches aber keine Wanne und kein Badehaus erweckt, sondern nur die freie Natur, die organischen Umgebungen, die Masse des Elements, die hier zwar nicht groß ist aber an Kraft ersetzt, was ihr an Umfang abgeht und dann der reine blaue Himmel wie er jetzt ist. Man bekommt ein ganz anderes, weit republi|kanischeres Gefühl von dem Verhältniß des Menschen zu den andern Naturerscheinungen und nun gar der Aufenthalt im Wasser ist etwas majestätisches man betrachte es nun historisch oder transcendental. Recht lebendig aber wird dieses Gefühl nur wenn ich mir denke, daß das Wasser welches mich jetzt bespült in wenig Stunden in der See ist; in der See selbst würde es also noch lebendiger sein, und ich habe große Lust doch einmal eine eigne Fahrt nach Stolpemünde anzustellen um ein Seebad zu versuchen. Auch giebt es gewiß keinen poetischeren Selbstmord, als den Sturz ins Wasser, nur muß es keine Pfütze sein sondern die See oder ein großer Strom und der Mensch muß sich nicht mehr wehren wollen wenn er drin ist, denn das ist erbärmlich. Ich könnte noch eine ganze Weile in diesen Badeansichten fortfahren ich fürchte aber doch Du wirst Dir keinen rechten Begriff davon machen, weil Du die Erfahrung nicht anstellen kannst.
Zu dem allersimpelsten Unterschiede zwischen Liebe und Freundschaft gäbe es einen sehr leichten Übergang von hier aus, den ich aber demüthig der Lucinde überlasse, die Du überdieß nach diesem simplen Unterschiede wohl nicht gefragt hast. Aber was ist denn nun der geistige Unterschied, in welchem zuletzt auch dieser physische gegründet sein muß. Denn beides hängt gewiß genau zusammen. Wie sollte es sonst zugegangen sein, daß ich nie in meinem Leben in meinem Gefühl gegen Dich aus den Grenzen der Freundschaft heraus gegangen bin und daß auf der andern Seite in meiner Zuneigung zu den Mädchen ein gewisses Analogon von Liebe so leicht zu spüren ist? Ich will Dir aus meinen Papieren das verständlichste Fragment abschreiben, ein Paar andre sind so kurz und so viel Mittelideen ausgelassen, daß ich erst darüber nachdenken | mußte um sie zu verstehen. „Freundschaft geht auf gegenseitige Ergänzung und Unterstützung der Individualität, es sei nun zum Behuf des Selbstbildens oder des Wirkens außer sich. Liebe geht auf vollkommne Anschauung auf gänzliche Vereinigung des Bewußtseins, auf Hervorbringung eines lebendigen Bildes, daher auch die Erzeugung mit der Liebe verbunden ist, und nicht mit der Freundschaft. Zur Liebe allein gehört daher nothwendig die Verschmelzung der Personalität im ganzen Umfange. (Personalität und Individualität unterscheide ich nemlich so, daß zur letzteren nur das innerlich charakteristische gehört, vermöge dessen der Mensch eine eigne Darstellung der Menschheit ist, zur Personalität alles vermöge dessen er ein abgesondertes Wesen in der äußeren Welt ausmacht; sein Körper, seine Organe, seine Rechte, seine bestimmte Lage in der Welt.) Diejenigen welche in der Liebe bloß diese Verschmelzung wollen sind praktische Materialisten, die von der Individualität nichts wissen. Von der rechten Liebe aber ist die Freundschaft ein natürliches Resultat, daher strebt auch jede rechte Liebe nach Ehe, welche im geistigen Sinn die Vereinigung zwischen Liebe und Freundschaft ist. In der Freundschaft daher liegt nicht die Liebe, denn es gehört dazu nur eine diskursive Erkenntniß der Individualität. Dem Geschlechtstriebe correspondirt im Geistigen das Gefühl von der Einseitigkeit eines Geschlechts als Darstellung der Menschheit. Nothwendig entsteht daher die Liebe nur zwischen Personen verschiedenen Geschlechts; möglich aber ist sie auch zwischen Personen desselben Geschlechts aber ohne Verkehrtheit wohl nur unter Voraussetzung organisch verschiedener Zustände. So war die Knabenliebe der Griechen, welche in der That wahre Liebe und sich entschuldigen läßt, weil ihre ganze Individualität sich nur politisch äußerte, die Frauen aber keine politische Existenz hatten | und also das Gefühl gegen sie nie eigentliche Liebe sein sollte. Bei den Römern hingegen und allen Modernen ist sie höchst unnatürlich und lasterhaft“ – Dieß ist das Fragment, wahrscheinlich aus diesem entstanden ist folgender Zusatz. „Wenn Gott in der Schöpfungsgeschichte spricht: Laßt uns ein Bild machen, das uns gleich sei, so darf man nur denken, daß er dieß zu der eben geschaffenen Erde sagt, und es ist ein sehr schöner bedeutungsvoller Mythos.“ – Das sind aber lauter todte Buchstaben; Leonore muß sie beleben, wenn sie erst der philosophischen Zeichensprache das Recht angethan hat sie zu belächeln. Redet Ihr aber etwa zusammen darüber so bitte ich mir ein förmliches Protokoll darüber aus und es darf nichts verschwiegen werden, denn man kann über alles reden, das ist der gemeinschaftliche Grundsatz der Freundschaft und Liebe. Die unterstrichenen Zeilen sind übrigens in der Theorie der Hauptpunkt, und wenn Du Dir ein Studium machen willst: so deducire daraus alles was in den Lucindebriefen über die Liebe gesagt ist.
Übrigens lebe ich jetzt ganz in der Kritik der Moral und lese täglich etwas antike und etwas moderne Moral; in der ersten bin ich jetzt beim Aristoteles in der letzten beim Kant. Gedanken giebt es dabei genug, und wenn ich im Fleiß bei abnehmender Hitze noch wachsen werde, so hoffe ich ja, daß sie dieß Jahr versprochner Maßen fertig werden soll. Freilich habe ich noch eine große Masse zu lesen und zu arbeiten; indeß ist das erste, wenn ich einen bestimmten Gesichtspunkt habe, doch auch mir leichter und mit dem letzten weißt Du ja wie es mir zu gehen pflegt wenn es über mich kommt. Jetzt da Du nichts zu erziehen hast, liebe Jette, solltest Du Dich recht des Schreibens befleißigen. Du weißt wie oft ich Dich schon dazu ermahnt habe, ich wiederhole es aufs dringendste. Verlaß Dich auf mich; es wird Dir sehr heilsam sein, wenn es Dir auch anfangs schwer wird. Fange meinetwegen mit den Erinnerungen von Deiner Reise an, gehe dann zu Erinnerungen aus Deinem Leben und | bald wird es Dich von selbst drängen auch von der Gegenwart Deiner Gedanken und Fantasien die schönsten Momente abzubilden; je freier je formloser desto besser für den Anfang. Leonore wird Dir mit gutem Beispiel vorangehen; sie hat sich vorgenommen, wenn erst die schweren Tage, die ihrer harren vorüber sind einen ziemlichen Theil ihrer Zeit mit Schreiben hinzubringen. Das wird schön sein; aber nothweniger ist es Dir noch als ihr. [...]
Ich hoffe Du wirst etwas Näheres von Friedrich wissen, und es mir bald mittheilen. Ich habe ihm einmal geschrieben, will aber nun erst eine Antwort von ihm abwarten, theils weil sie wohl eine Anweisung über unsre Correspondenz enthalten wird, theils wegen des Plato, über welchen ich den Nachrichten mit großer Angst entgegensehe. Denke nur, ich habe mir das Herz genommen Frommann zu fragen ob er, falls Schlegel uns im Stiche läßt und er also von diesem Unternehmen zurückgeht, den Plato mit mir allein wagen will. Wenn er es nun annimmt, so denke, welche ungeheure Arbeit ich im Fall von Schlegels Treulosigkeit zwischen hier und Ostern bekommen würde – denn die beiden Bände welche um diese Zeit im ersten Fall fertig werden sollten, sollen es im zweiten auch und ich habe noch fünf Dialogen zu übersetzen nebst einer großen historischen Einleitung zu machen. Dennoch bin ich fest entschlossen wenn Frommann nicht will einen andern Verleger zu suchen: denn liegen lassen kann ich den Plato nun nach so vieler Arbeit unmöglich. Zu meinem Trost habe ich ganz das Gefühl, daß nun eine treffliche Arbeitszeit für mich angehen wird. Ich habe eine Zeit lange geschlafen wie ein Dachs, jetzt brauche ich wieder nur wenig Stunden – Du weißt ja, wie das bei mir abwechselt – und ich bin den ganzen Tag sehr aufgelegt wenn ich mich nur mit recht verschiedenen Arbeiten und mit keiner allzulange beschäftige. Das Baden trägt gewiß auch dazu bei, und ich halte die Zeit nicht für verloren. In der Philologie komme ich auch immer weiter und | wer weiß ob ich nicht noch mit der Zeit, wenn es mir nur nicht an Geld zu den nöthigen Hülfsmitteln fehlt, mich ganz spielend zu der ersten Klasse der Griechen in Deutschland herauf arbeite. Die Zukunft kommt mir wie Du siehst von allen Seiten ganz gut vor und ich denke, wenn ich lebe, werde ich mich als ein guter Prophet bewähren.
Wenn bei Euch eine so schreckliche Hitze ist wie hier, wie wird es Euch dann nur gehen? Wenn Ihr ein Duo klagt, so denkt nur daß ich die dritte Stimme bin; ich will Euch dafür bedauern wenn ich mich im Wasser ergötze, daß Ihr es so gut nicht haben könnt. Seit ich in Barby war habe ich das Vergnügen des Badens nicht so genossen. Ich will von dem physischen Wohlergehen gar nicht reden, sondern von dem Ideenspiel, welches aber keine Wanne und kein Badehaus erweckt, sondern nur die freie Natur, die organischen Umgebungen, die Masse des Elements, die hier zwar nicht groß ist aber an Kraft ersetzt, was ihr an Umfang abgeht und dann der reine blaue Himmel wie er jetzt ist. Man bekommt ein ganz anderes, weit republi|kanischeres Gefühl von dem Verhältniß des Menschen zu den andern Naturerscheinungen und nun gar der Aufenthalt im Wasser ist etwas majestätisches man betrachte es nun historisch oder transcendental. Recht lebendig aber wird dieses Gefühl nur wenn ich mir denke, daß das Wasser welches mich jetzt bespült in wenig Stunden in der See ist; in der See selbst würde es also noch lebendiger sein, und ich habe große Lust doch einmal eine eigne Fahrt nach Stolpemünde anzustellen um ein Seebad zu versuchen. Auch giebt es gewiß keinen poetischeren Selbstmord, als den Sturz ins Wasser, nur muß es keine Pfütze sein sondern die See oder ein großer Strom und der Mensch muß sich nicht mehr wehren wollen wenn er drin ist, denn das ist erbärmlich. Ich könnte noch eine ganze Weile in diesen Badeansichten fortfahren ich fürchte aber doch Du wirst Dir keinen rechten Begriff davon machen, weil Du die Erfahrung nicht anstellen kannst.
Zu dem allersimpelsten Unterschiede zwischen Liebe und Freundschaft gäbe es einen sehr leichten Übergang von hier aus, den ich aber demüthig der Lucinde überlasse, die Du überdieß nach diesem simplen Unterschiede wohl nicht gefragt hast. Aber was ist denn nun der geistige Unterschied, in welchem zuletzt auch dieser physische gegründet sein muß. Denn beides hängt gewiß genau zusammen. Wie sollte es sonst zugegangen sein, daß ich nie in meinem Leben in meinem Gefühl gegen Dich aus den Grenzen der Freundschaft heraus gegangen bin und daß auf der andern Seite in meiner Zuneigung zu den Mädchen ein gewisses Analogon von Liebe so leicht zu spüren ist? Ich will Dir aus meinen Papieren das verständlichste Fragment abschreiben, ein Paar andre sind so kurz und so viel Mittelideen ausgelassen, daß ich erst darüber nachdenken | mußte um sie zu verstehen. „Freundschaft geht auf gegenseitige Ergänzung und Unterstützung der Individualität, es sei nun zum Behuf des Selbstbildens oder des Wirkens außer sich. Liebe geht auf vollkommne Anschauung auf gänzliche Vereinigung des Bewußtseins, auf Hervorbringung eines lebendigen Bildes, daher auch die Erzeugung mit der Liebe verbunden ist, und nicht mit der Freundschaft. Zur Liebe allein gehört daher nothwendig die Verschmelzung der Personalität im ganzen Umfange. (Personalität und Individualität unterscheide ich nemlich so, daß zur letzteren nur das innerlich charakteristische gehört, vermöge dessen der Mensch eine eigne Darstellung der Menschheit ist, zur Personalität alles vermöge dessen er ein abgesondertes Wesen in der äußeren Welt ausmacht; sein Körper, seine Organe, seine Rechte, seine bestimmte Lage in der Welt.) Diejenigen welche in der Liebe bloß diese Verschmelzung wollen sind praktische Materialisten, die von der Individualität nichts wissen. Von der rechten Liebe aber ist die Freundschaft ein natürliches Resultat, daher strebt auch jede rechte Liebe nach Ehe, welche im geistigen Sinn die Vereinigung zwischen Liebe und Freundschaft ist. In der Freundschaft daher liegt nicht die Liebe, denn es gehört dazu nur eine diskursive Erkenntniß der Individualität. Dem Geschlechtstriebe correspondirt im Geistigen das Gefühl von der Einseitigkeit eines Geschlechts als Darstellung der Menschheit. Nothwendig entsteht daher die Liebe nur zwischen Personen verschiedenen Geschlechts; möglich aber ist sie auch zwischen Personen desselben Geschlechts aber ohne Verkehrtheit wohl nur unter Voraussetzung organisch verschiedener Zustände. So war die Knabenliebe der Griechen, welche in der That wahre Liebe und sich entschuldigen läßt, weil ihre ganze Individualität sich nur politisch äußerte, die Frauen aber keine politische Existenz hatten | und also das Gefühl gegen sie nie eigentliche Liebe sein sollte. Bei den Römern hingegen und allen Modernen ist sie höchst unnatürlich und lasterhaft“ – Dieß ist das Fragment, wahrscheinlich aus diesem entstanden ist folgender Zusatz. „Wenn Gott in der Schöpfungsgeschichte spricht: Laßt uns ein Bild machen, das uns gleich sei, so darf man nur denken, daß er dieß zu der eben geschaffenen Erde sagt, und es ist ein sehr schöner bedeutungsvoller Mythos.“ – Das sind aber lauter todte Buchstaben; Leonore muß sie beleben, wenn sie erst der philosophischen Zeichensprache das Recht angethan hat sie zu belächeln. Redet Ihr aber etwa zusammen darüber so bitte ich mir ein förmliches Protokoll darüber aus und es darf nichts verschwiegen werden, denn man kann über alles reden, das ist der gemeinschaftliche Grundsatz der Freundschaft und Liebe. Die unterstrichenen Zeilen sind übrigens in der Theorie der Hauptpunkt, und wenn Du Dir ein Studium machen willst: so deducire daraus alles was in den Lucindebriefen über die Liebe gesagt ist.
Übrigens lebe ich jetzt ganz in der Kritik der Moral und lese täglich etwas antike und etwas moderne Moral; in der ersten bin ich jetzt beim Aristoteles in der letzten beim Kant. Gedanken giebt es dabei genug, und wenn ich im Fleiß bei abnehmender Hitze noch wachsen werde, so hoffe ich ja, daß sie dieß Jahr versprochner Maßen fertig werden soll. Freilich habe ich noch eine große Masse zu lesen und zu arbeiten; indeß ist das erste, wenn ich einen bestimmten Gesichtspunkt habe, doch auch mir leichter und mit dem letzten weißt Du ja wie es mir zu gehen pflegt wenn es über mich kommt. Jetzt da Du nichts zu erziehen hast, liebe Jette, solltest Du Dich recht des Schreibens befleißigen. Du weißt wie oft ich Dich schon dazu ermahnt habe, ich wiederhole es aufs dringendste. Verlaß Dich auf mich; es wird Dir sehr heilsam sein, wenn es Dir auch anfangs schwer wird. Fange meinetwegen mit den Erinnerungen von Deiner Reise an, gehe dann zu Erinnerungen aus Deinem Leben und | bald wird es Dich von selbst drängen auch von der Gegenwart Deiner Gedanken und Fantasien die schönsten Momente abzubilden; je freier je formloser desto besser für den Anfang. Leonore wird Dir mit gutem Beispiel vorangehen; sie hat sich vorgenommen, wenn erst die schweren Tage, die ihrer harren vorüber sind einen ziemlichen Theil ihrer Zeit mit Schreiben hinzubringen. Das wird schön sein; aber nothweniger ist es Dir noch als ihr. [...]
Ich hoffe Du wirst etwas Näheres von Friedrich wissen, und es mir bald mittheilen. Ich habe ihm einmal geschrieben, will aber nun erst eine Antwort von ihm abwarten, theils weil sie wohl eine Anweisung über unsre Correspondenz enthalten wird, theils wegen des Plato, über welchen ich den Nachrichten mit großer Angst entgegensehe. Denke nur, ich habe mir das Herz genommen Frommann zu fragen ob er, falls Schlegel uns im Stiche läßt und er also von diesem Unternehmen zurückgeht, den Plato mit mir allein wagen will. Wenn er es nun annimmt, so denke, welche ungeheure Arbeit ich im Fall von Schlegels Treulosigkeit zwischen hier und Ostern bekommen würde – denn die beiden Bände welche um diese Zeit im ersten Fall fertig werden sollten, sollen es im zweiten auch und ich habe noch fünf Dialogen zu übersetzen nebst einer großen historischen Einleitung zu machen. Dennoch bin ich fest entschlossen wenn Frommann nicht will einen andern Verleger zu suchen: denn liegen lassen kann ich den Plato nun nach so vieler Arbeit unmöglich. Zu meinem Trost habe ich ganz das Gefühl, daß nun eine treffliche Arbeitszeit für mich angehen wird. Ich habe eine Zeit lange geschlafen wie ein Dachs, jetzt brauche ich wieder nur wenig Stunden – Du weißt ja, wie das bei mir abwechselt – und ich bin den ganzen Tag sehr aufgelegt wenn ich mich nur mit recht verschiedenen Arbeiten und mit keiner allzulange beschäftige. Das Baden trägt gewiß auch dazu bei, und ich halte die Zeit nicht für verloren. In der Philologie komme ich auch immer weiter und | wer weiß ob ich nicht noch mit der Zeit, wenn es mir nur nicht an Geld zu den nöthigen Hülfsmitteln fehlt, mich ganz spielend zu der ersten Klasse der Griechen in Deutschland herauf arbeite. Die Zukunft kommt mir wie Du siehst von allen Seiten ganz gut vor und ich denke, wenn ich lebe, werde ich mich als ein guter Prophet bewähren.